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Über sich selbst zu schreiben ist das Schwierigste. Der Versuch eines Selbstporträts:

Wie zu sehen ist, hat das mit dem Fotografieren schon zu frühester Kindheit eine gewisse Faszination ausgeübt.

Das war die Fotoausrüstung der Taufpatin meiner nach mir zur Welt gekommenen Schwester. Irgendwann im Jahre meiner Geburt 1961.

Aufgewachsen bin ich auf einem Bahnhof. So ein Zufall. Das war auch gleichzeitig mein Kinderspielplatz. Und bei so viel Abenteuer, beginnend vom Fahrkartenverkauf, über Waggonbezetteln bis hin zum Füllen der Kaugummiautomaten, ist so ein Leben mit Kommen und Gehen schon ein wenig grundgelegt.

Und wenn dann der Vater noch Eisenbahner ist, das Reisen mit der Bahn fast nichts kostet, dann ist einem das Rumfahren schon vertraut.

rechts oben: Bahnhof Marein-St. Lorenzen; rechts unten: vor der Fahrdienstleitung

Dann bin ich ins Berufsleben eingestiegen. Nicht etwa als Eisenbahner wie man vermuten könnte, nein als Fernmeldemonteurlehrling bei der Post. Das kann nicht alles im Leben sein, dachte ich mir und absolvierte nach 4 Jahren Postlerlaufbahn darauf die Akademie für Sozialarbeit, machte den Taxischein und noch allerhand anderes.

Von 1990 bis 1996 hatte ich die faszinierende Aufgabe in der Auslandshilfe der Caritas Graz in Rumänien beim Aufbau einer Caritasstruktur in der Diözese Timisoara mitzuwirken. Aus dieser Zeit resultieren die ersten Erfahrungen in der Reisekonzeption und in der Reiseleitung. Langsam reifte auch das Vorhaben mein erstes Buch zu schreiben. Zusammen mit zwei Freunden aus Reschitza/Resita (Rumänien) erblickte nach schwerer Geburt 1998 der "Reiseführer Rumänisches Banat" das Licht des Buchhandels. (Zur Zeit leider schon vergriffen.)

Nach soviel Einsatz einmal ein Tapetenwechsel: Meine Weltreise 1997. Und das war so etwas wie wenn man aus dem gewohnten Zimmer, dem Ort hinausblickt, eine Türe ins Unendliche öffnet. Es geht Schlag auf Schlag: weitere Fernreisen, Diareportagen und die nächste "blöde Idee" wieder ein Buch zu schreiben.

Etwas älter, am Pick-up auf der Fahrt von Sisophon nach Siem Reap (Kambodscha)

Etwas weiter, am Ufer des Vam Co Dong bei Tay Ninh in Vietnam

Dieses ist Anfang Mai 2001 erschienen. "Abenteuer Südostasien" nennt sich dieser illustrierte Reiseerzählband und ist quasi mein letztes gedruckte Werk. (nur mehr Restexemplare)

Ich lebe in Graz. Meine Reiseleidenschaft hat sich nun zu kürzeren Reiseetappen verändert, denn am 30.Mai 2002 ist meine Tochter Lena-Marie auf die Welt gekommen. Nach zwei Jahren in Karenz bin ich seit dem September 2005 wieder als Sozialarbeiter in der Wohnungssicherung und der Delogierungsprävention der Caritas Graz beschäftigt. Somit ergeben sich für mich zwei wirtschaftliche Standbeine: die Sozialarbeit und die Vorträge. Und dabei habe ich wirklich eine gute Mischung gefunden wovon beide Bereiche voneinander profitieren.  

Schon im frühen Alter hat sich Lena als reisestabil erwiesen. Ägypten war ihre erste Auslandsreise, Mauritius und der Süden Indiens weitere Reisen mit ihr. Die Reise mit dem Papa "Ab in den Süden" 2004 über Rumänien, Bulgarien nach Griechenland ist mir in bester Erinnerung - nur Lena-Marie weis nichts mehr davon. Ein wenig die Erinnerung mit dem Hotelpool in Indien und fliegen hat schon was mit Urlaub zu tun.

Mit "Von Rügen bis Usedom" (2009) und "Dubai-ein modernes Märchen aus 1001" (2011) hat auch die Beamer- und Digitaltechnik Einzug gehalten. Schneller als gedacht ist die gute alte Analogfotografie ersetzt. Mit einem großem lachenden (kein Filmeschleppen, das Ergebnis ist gleich parat) und einem sehr beschäftigtem Auge (bis alle Komponenten der Präsentation abgestimmt sind erfordert es viel Auseinandersetzung, die Computerstunden werden noch mehr...)

Seit 2012 gibt es die neue Produktion über "Sardinien" das zu einem meiner Lieblingsziele geworden ist. Mittlerweilen kenn ich fast schon jeden Winkel der Insel und darf die Insel als schönsten Urlaubsplatz Europas krönen. 

Erinnerungen an meine jüngeren Tage hat wieder der Aufbruch nach Frankreich gebracht. Die ersten Tramperreisen gingen natürlich an die Cote d' Azur und in die Provence. Die Loire war mir irgendwann in Gedanken verblieben. Und so darf ich seit 2014 meine aktuellste Produktion unter dem Titel "Tour de Loire" - Frankreichs längster Fluß vom Ursprung bis zur Mündung" - nur Schlösser wären zu langweilig - stolz präsentieren.

Ja und da sich die Zeiten ändern hat im Jänner 2015 meine Produktion "Thailand-Laos" einen aktuellen Schliff bekommen. Der Vortrag wurde um kurze Videos, neue digitale Bilder und auch mit dem schönsten Naturereignis Südostasiens den Mekongfällen an der Grenze Laos-Kambodscha neu zusammengestellt. 

Mit besten Reisegrüßen

Johannes Brudnjak

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